Energie und Umwelt

Führend bei der Entwicklung innovativer Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft.

Dänemark hat eine führende Rolle bei der Entwicklung von innovativen Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien eingenommen. Dahinter steckt ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2050 soll der gesamte Bedarf an Strom und Wärme durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Die Stadt Kopenhagen will bis 2025 die erste CO2-neutrale Hauptstadt der Welt sein. Um das zu erreichen, sollen die CO2-Emissionen um fast 50 Prozent gesenkt werden.

Die dänische Energiewende und die Entwicklung der dazu notwendigen Technologien werden unterstützt von staatlichen Förderprogrammen und profitieren von einer engen Zusammenarbeit von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und dem öffentlichen Sektor. 


Bis 2020 sollen folgende Ziele erreicht sein:

  • Es sollen 12 Prozent weniger Strom als im Jahr 2006 verbraucht werden.
  • Der Anteil an erneuerbaren Energien soll auf 35 Prozent steigen. Bereits jetzt werden 25 Prozent des Energiebedarfes durch erneuerbare Energien gedeckt.
  • Die Hälfte des dänischen Stromverbrauchs soll durch Windkraft gedeckt werden. Bisher liegt der Anteil bei 30 Prozent.
  • Die Treibhausgas-Emissionen sollen um 34 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken.
  • Die Hälfte der landwirtschaftlichen Gülle soll für die Produktion von Biogas eingesetzt werden.

Windenergie

Dänemark blickt auf eine lange Tradition in der Nutzung von Windkraft zurück. Es war der Däne Poul la Cour, der bereits um 1900 das Konzept des ”Schnellläufers” entwickelte, der mit nur wenigen Rotorblättern auskommt, um die Energie der Strömung optimal zu nutzen. 

Heute stehen die Namen weltweit agierender Unternehmen wie Vestas, Siemens Wind Power, LM Wind Power und Envision für die Entwicklung und den Bau von On- und Off-Shore Anlagen. Die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft, wie etwa mit dem Institut DTU Wind von Dänemarks Technischer Universität (DTU) in Kopenhagen macht Dänemark zu einem führenden Zentrum im Bereich der Forschung für Windturbinen und Technologieentwicklung.

Biogas und Biomasse

Wenn bis 2050 Kohle, Naturgas und Öl vollständig durch erneuerbare Energien ersetzt werden sollen, spielen die Nutzung von Biomasse und Biogas eine bedeutende Rolle. Derzeit werden 10 Prozent des Energiebedarfs durch Energie aus Biomasse gedeckt. Landwirtschaftliche Reststoffe wie Stroh und Holzhackschnitzel sowie Haushaltsabfälle machen 70 Prozent der eingesetzten Biomasse aus.

Dänemark spielt eine führende Rolle bei der Entwicklung von Kraftwärmeanlagen und deren Technik. Gleichzeitig bietet das Land ideale Bedingungen für die Entwicklung und Vermarktung der nächsten Generation der Bioenergie.

Innovationen „made in Greater Copenhagen“

  • Inbicon, eine Tochtergesellschaft des Energiekonzerns Dong Energy, hat in Kalundborg die erste Demonstrationsanlage für die Produktion Bioethanol aus Stroh mithilfe von Enzymtechnologien in Europa in Betrieb genommen. 
  • Biogasol in Ballerup entwickelt führende Technologien für den Aufschluss von Biomasse zur Gewinnung von Zuckerstoffen.
  • Im neugebauten Plant Science Center der Universität Kopenhagen werden auf 7000 m2 die Anwendungsmöglichkeiten von Pflanzen für Bioenergie erforscht.
  • Dong, Novozymes und Topsoe arbeiten in der Entwicklung von Technologien zur Vergasung flüssiger Biomasse zusammen.
  • Forschungseinrichtungen mit hochspezialisierten F+E-Aktivitäten sowie innovative Unternehmen in der Region Greater Copenhagen arbeiten mit Wellenenergie, Brennstoffzellen, Solarenergie und Geothermie zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie mit Energiespeicherung.

Smart Grids bringen grüne Energie zu den Menschen

Fast jedes vierte Forschungsprojekt für intelligent steuerbare Stromnetze, sogenannte Smart Grids, in Europa wurde bisher in Dänemark durchgeführt.

Zu den größten Projekten gehört Ecogrid auf der Insel Bornholm, das auch eines der ambitioniertesten in Europa ist. Hier wird die Versorgung einer ganzen Region ausschließlich mit erneuerbaren Energien auf der Basis eines ausgebauten Smart Grids untersucht. Ziel des Projektes ist es, das größte intelligent steuerbare Stromnetz der Welt zu entwickeln.

Weitere Projekte sind:


Hinter den Projekten in Greater Copenhagen stehen Partnerschaften von Unternehmen, Industrieverbänden, Universitäten und Forschungsinstituten und dem öffentlichen Sektor. 

 

Smart City – die vernetzte Stadt von morgen

In Kopenhagen und Umgebung entsteht die intelligente Stadt der Zukunft. Die Region bietet ideale Bedingungen für die Entwicklung der vernetzten Stadt von morgen, wie hochwertige Datensammlungen und elektronische Register, die mehrere Jahrzehnte zurückreichen. Der amerikanische Netzwerkausrüster CISCO entwickelt in Greater Copenhagen die digitale Infrastruktur von morgen, das sogenannte „Internet of Everything“.

Lesen Sie mehr über die Smart City Greater Copenhagen (in englischer Sprache).